Themenübersicht

  • Neues aus der Region und der Branche

    1. Würdevolle Kleidung für kranke Menschen
    2. Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg: Erste Projekte vorgestellt
    3. GWA Hygiene gewinnt „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“

  • Internationales

    1. MEDICA 2018: Attraktives Schaufenster für Mecklenburg-Vorpommern
    2. „Arab Health“: Jetzt teilnehmen
    3. National Institute of Allergy and Infectious Diseases fördert IDT Biologika

  • Neues von BioCon Valley

    1. „Forum Gesundes Alter(n) 2018“ – „Gesundheitsstandort Wohnung“
    2. Forschungs- und Entwicklungsförderung wird aufgestockt

  • Ausschreibungen
  • Termine

Neues aus der Region und der Branche

1. Würdevolle Kleidung für kranke Menschen

Knielang, dünn und hinten offen – so sieht in vielen Krankenhäusern die Bekleidung für Patienten aus. Darin fühlen sie sich oft nur unzureichend angezogen, und auch für das Pflegepersonal sind die Flatterhemden nicht ideal.
Das alles kannte Fanny Fatteicher aus ihrem eigenen Berufsleben. Die gelernte Krankenschwester arbeitete jahrelang in der Uniklinik Rostock, später in der Dialyse. „Die Leute dort kommen dreimal die Woche – in Alltagskleidung“, erzählt sie. „Man merkt, wie unpraktisch das ist: Pullover rein, raus, hoch, runter. Für die Patienten ist es unangenehm, und wir kommen nicht voran in unserer Arbeit.“ Genau da entstand ihre Idee, spezielle Kleidung zu entwickeln – zunächst für Dialyse-Patienten, später aber auch für andere Indikationen. Sie gründete ihre Firma MediTex.

Inzwischen bietet sie auch Kleidung für Patienten in der Kardiologie und Onkologie an, außerdem für Kinder und für die häusliche Pflege. „Wer zum Beispiel ein Gerät zur dauerhaften Herzüberwachung tragen muss, bekommt ein Oberteil mit Eingriffstasche für die Monitore“, erklärt sie. „Krebspatienten haben oft einen sogenannten Port, also einen Zugang im Brustbereich für die Chemotherapie – der ist auf diese Art gut zu erreichen, ohne dass der Betroffene sich jedes Mal ausziehen muss. Das ist einfach auch würdevoller.“ Patienten, die beatmet werden müssen, bekommen einen Pflege-Overall: Eine Öffnung am Bauch erleichtert das Anschließen der Magensonde zur Ernährung, durch Knöpfe an den Beinen kann das Inkontinenzmaterial leicht gewechselt werden. Viele Patienten sind immobil, das macht die Pflege mühsam – auch dieses Problem ist nun gelöst. Und nicht zuletzt erleichtert die Kleidung auch die Einhaltung von Hygiene-Richtlinien. Es gibt Modelle für die Pflege zu Hause oder in der Klinik – durchdacht bis zum letzten Bändchen.

Anregungen für neue Entwicklungen bekommt Fatteicher unter anderem durch den Austausch mit Kollegen oder auf Kongressen. Ihre Stücke bestehen aus Jerseystoff, der bei 60 Grad waschbar ist. Viele sind vom Schnitt der Alltagskleidung durchaus ähnlich. „Ich kenne eine Patientin, die nach einem Schlaganfall nicht mehr schlucken kann“, sagt Fatteicher. „Sie trägt eines meiner Oberteile, weil sie sich damit diskret und unkompliziert die nötige künstliche Ernährung zuführen kann – auch in der Öffentlichkeit.“
Eine spezielle Reha-Hose ermöglicht es, das Hosenbein komplett zu öffnen – wichtig etwa nach einer Hüft-OP oder nach Verbrennungen, wenn die Patienten sich gar nicht oder nur sehr vorsichtig bewegen dürfen.
2017 gehörte MediTex zu den Gewinnern des „Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft“, der vom Netzwerk der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, der BioCon Valley® GmbH, im Auftrag des Landes organisiert wird. Die Fördermittel ermöglichten es unter anderem, das Marketing zu intensivieren.

Die Funktionskleidung von MediTex spart also Zeit und Aufwand, ist aber natürlich teurer als die herkömmliche Patientenausstattung. „Die Pflegenden verstehen die Vorteile sofort, aber es ist nicht einfach, die kaufmännischen Entscheider in den Kliniken zu überzeugen“, weiß Fatteicher. Demnächst wird sie einen Antrag zur Krankenkassenzulassung einreichen.
Die Spezialkleidung ist auch für Arztpraxen oder Tageskliniken sinnvoll, wo zum Beispiel Dialyse und Chemotherapien durchgeführt werden. Und jetzt im Herbst startet eine Kampagne, die diesmal nicht auf medizinische Versorgung abzielt, sondern Neugeborene und ihre Mütter mit schöner, funktionaler Kleidung ausstattet.

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2. Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg: Erste Projekte vorgestellt

Im Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg (KDK) wurden vor wenigen Tagen die ersten Verbundforschungsprojekte vorgestellt. Dazu gehört die Entwicklung einer intelligenten Einlegesohle durch das Unternehmen Orthopädie-Technik Service aktiv GmbH aus Greifswald. Ihr Vorhaben „DFS-Frühwarnsystem“ ermöglicht die fortlaufenden Erfassung und Übertragung des Temperatur- und Bewegungsprofils am Fuß von Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom (DFS). Das Projekt „Innovative Technologien für die Behandlung chronischer Wunden“ wird von der Schweriner Firma Human Med AG entwickelt. Hier werden Fettstammzellen mittels innovative Technologien zur Aktivierung und klinischen Applikation von Geweben und Zellen für die Behandlung chronischer Wunden eingesetzt. „Das ist ebenso ein Beitrag zur Vorbeugung von für den Diabetes typischen Komplikationen“, bewertete Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph.

Das Konzept des KDK besteht im Aufbau eines Zentrums zur regionalen Förderung der angewandten kliniknahen Forschung – ausgehend von zwei maßgeblichen Standbeinen: Plasmamedizin und Wundheilung/Diabetes. Hierfür haben sich federführend das Leibnitz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP e.V.) in Greifswald und das Klinikum Karlsburg der Klinikgruppe Dr. Guth GmbH & Co KG zusammengeschlossen. Es wurde 2016 eröffnet.

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3. GWA Hygiene gewinnt „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“

Das Stralsunder Unternehmen GWA Hygiene GmbH gewinnt den diesjährigen „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“. Das Start-up stattet in Kliniken und Pflegeheimen Desinfektionsmittelspender mit Sensoren aus, die automatisch erfassen, wann, wo und wie gründlich sich Ärzte und Pflegepersonal die Hände desinfizieren. Anhand dieser Daten können die Hygienebeauftragten der Kliniken ablesen, wo Mitarbeiter in Punkto Sauberkeit besser geschult werden müssen. So soll die Verbreitung lebensgefährlicher Keime minimiert werden.
Ausgezeichnet mit dem „Sonderpreis Digitalisierung“ wurde Philipp Engel. Er hat eine Software-Plattform für die messtechnische Überwachung von Ingenieurbauwerken entwickelt.

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Internationales

1. MEDICA 2018: Attraktives Schaufenster für Mecklenburg-Vorpommern

Mit ihren über 120.000 Besuchern aus mehr als 120 Ländern, darunter über die Hälfte aus dem Ausland, ist die MEDICA ein attraktives Schaufenster der Gesundheitswirtschaft. Seit 2015 ist hier das Land Mecklenburg-Vorpommern auf Initiative der BioCon Valley® GmbH mit einem Gemeinschaftsstand vertreten – zusammen organisiert mit Rostock Business, Gesellschaft für Wirtschaft- und Technologieförderung mbH. In diesem Jahr präsentieren sich dort zehn Unternehmen: der Hersteller von Hohlfasermembranen für medizinische Anwendungen, CLEARUM GmbH aus Poppendorf; die MBP GmbH aus Neustadt-Glewe, die hoch individuelle Medizinprodukte auf der Basis von natürlichem porcinem Kollagen herstellt; der Lüdersdorfer Medizintechnik-Großhändler IMACO GmbH; das Rostocker Start-up eines hygienischen Stauschlauchs, DaisyGrip GmbH; das in Greifswald beheimatete Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V., Entwickler vieler Produkte der Plasmamedizin; Ebnet Medical GmbH aus Schwerin, die ein neuartiges System zur besseren Anlage von Kathetern entwickelt; das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie - IZI, Standort Rostock, das seine Forschungsleistungen darstellt; die Techniker Krankenkasse, Schwerin, die ihre Digitalisierungsprojekte vermittelt sowie arztkonsultation ak GmbH aus Schwerin, die eine deutschlandweit verbreitete Telemedizinlösung anbieten. Die junge Rostocker DNA-Diagnostikfirma SensID GmbH ist eine Logopartnerschaft eingegangen.

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2. „Arab Health“: Jetzt teilnehmen
Morteza Behagh von O&M medical GmbH aus Herrnburg auf der „Arab Health“ 2018.
Foto: Life Science Nord/Armil Veloso

Für die Akteure aus der gesamten Vielfalt der Gesundheitswirtschaft in aller Welt gehört die „Arab Health“ zu einer wichtigen Drehscheibe für Kontakte und Kontrakte – vor allem in den arabischen Raum sowie nach Südasien und Afrika (MENASA-Region). Die Messe in Dubai ist die weltweit zweitgrößte. 2019 werden über 4.200 Aussteller und mehr als 100.000 Teilnehmer aus über 150 Ländern erwartet. Begleitend zur Messe werden rund 20 Fachkonferenzen rund um Medizin, Business und CME abgehalten.
Damit ist sie ein ideales Pflaster für Unternehmen aus der gesamten Vielfalt der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Auch 2019 wird es daher einen Norddeutschen Gemeinschaftsstand geben, den die BioCon Valley® GmbH gemeinsam mit Life Science Nord organisiert.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei unserer Kollegin Karolin Peters, Tel.: +49 381-51 96 49 53, kap[at]bcv.org.

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3. National Institute of Allergy and Infectious Diseases fördert IDT Biologika

Das amerikanische National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIH) gewährt IDT Biologika einen 10-Jahres-Vertrag für Impfstoffe und die Herstellung von Biologika. Das Biotech-Unternehmen, das eine Außenstelle auf dem Riems unterhält, wird einige Forschungs- und Entwicklungsprojekte für frühe Infektionskrankheiten übernehmen, bietet Prozessentwicklung und die Herstellung von Phase 1- und 2-Testmaterialien an und wird wahrscheinlich Medikamente für eine spätere Lizenzierung herstellen. Der Vertrag hat einen Wert von bis zu 80 Millionen US-Dollar und bietet große Chancen der Internationalisierung.

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Neues von BioCon Valley

1. „Forum Gesundes Alter(n) 2018“ – „Gesundheitsstandort Wohnung“
Foto: Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme Duisburg

Die Wohnung ist ein Leben lang auch ein Gesundheitsstandort. In besonderen Lebensphasen wie Alter oder Unfall stellt sich häufig die Anforderung nach einer auf Mobilitätseinschränkungen angepassten Wohnung. Schnell kann es dann zur Frage kommen: „Bleibe ich wohnen oder gehe ich?“. Für alle Beteiligten wäre das Bleiben die beste Lösung: für den Bewohner, der nicht aus seiner geliebten Wohnung heraus möchte; für den Vermieter, der nicht einen treuen Mieter verlieren möchte; für die Kommune, für die dies die kostenmäßig günstigste Variante ist.
Mit Akteuren aus der Wohnungswirtschaft, den Kommunen, der Pflegewirtschaft, der Krankenhäuser und der Kommunen möchten wir mit Ihnen beim „Forum Gesundes Alter(n) 2018“: „Gesundheitsstandort Wohnung: Die Aufgabe des Anderen oder die Frage: Wann bleibe ich, wann gehe ich?!“ ins Gespräch kommen, Hindernisse benennen und mögliche Lösungswege aufzeigen. Es wird am 20. November 2018 in Linstow stattfinden.
Das „Forum Gesundes Alter(n) 2018“ ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der BioCon Valley® GmbH, der Deutschen Kreditbank AG und der Strategiegruppe III „Gesundes Alter(n)“ des Kuratorium Gesundheitswirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

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2. Forschungs- und Entwicklungsförderung wird aufgestockt

Wie von der BioCon Valley® GmbH den Teilnehmern des 77. BioCon Valley-Treffs „Förderung von Forschung und KMU – Rückenwind von Land, Bund und EU“ Mitte Oktober bereits mitgeteilt: Die Forschungs- und Entwicklungsförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern wird aufgestockt. Mit der seit Mitte November vorliegenden Genehmigung aus Brüssel werden weitere 50 Millionen Euro Mittel für die Forschungs- und Entwicklungsförderung bereitgestellt. Damit soll die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft weiter ausgebaut werden. Wichtig ist, dass mit der Technologieförderung mehr marktfähige Produkte entstehen, die international wettbewerbsfähig sind.
Mit den weiteren 50 Millionen Euro stehen insgesamt rund 218 Millionen Euro aus dem EFRE für den Technologieförderschwerpunkt zur Verfügung. Zukünftig soll als neues Instrument im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern auch die Förderung von Investitionen möglich sein, die der Umsetzung von vorher durchgeführten Prozessinnovationen dienen.
Die Summen sollen auch Entwicklungs- und Forschungsvorhaben der Gesundheitswirtschaft zugute kommen.

» für Tipps zur Beantragung

Ausschreibungen

Schauen Sie auf unserer neuen Seite mit Ausschreibungen aus EU, Deutschland und dem Land Mecklenburg-Vorpommern vorbei: http://archiv.bioconvalley.org/aktivitaeten/projektinitiierung/aktuelle-ausschreibungen/

Termine

alle Termine immer aktuell unter archiv.bioconvalley.org/termine/
(fett markiert: von oder mit inhaltlicher Beteiligung von BioCon Valley)


12.-15.11.2018 Düsseldorf
MEDICA


20.11.2018 Linstow
„Forum Gesundes Alter(n) 2018“: „Gesundheitsstandort Wohnung: Die Aufgabe des Anderen oder die Frage: Wann bleibe ich, wann gehe ich?!“

30.11.2018 Rostock
Kuratorium Gesundheitswirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern


28.-31.01.2019 Dubai
„Arab Health“ 2019

Stellenangebote

Aktuelle Stellenausschreibungen bei Unternehmen der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier: http://archiv.bioconvalley.org/standort-mv/stellen/